Der Ortsteil Kaubenheim

Seine stattliche Größe verdankt Kaubenheim (zu dem Heim des Cubo) dem Zusammenschluss der Siedlungen Kaubenheim und Mennheim. Wann der Ort Mennheim in Kaubenheim aufging, ist nicht mehr auszumachen. Wahrscheinlich in einem Prozess, der sich über Jahrzehnte hinzog.
Engere Verbindungen scheinen zwischen beiden Siedlungen wegen der nahen Nachbarschaft bereits im Hochmittelalter bestanden zu haben, wie betreffende Dokumente von 1350 ab belegen, auch wenn jeder Ort schon früh seine eigene Kirche hatte. Erstmals unter dem gemeinsamen Ortsnamen Kaubenheim treten beide Siedlungen im Salbuch des Oberamtes Hoheneck vom Ende des 16. Jahrhunderts auf. Allerdings wurden im selben Salbuch in einer weiteren Aufstellung beide Siedlungen wieder unter eigenem Ortsnamen aufgeführt.
Eindeutiger sind kartographische Auskünfte aus der folgenden Zeit. Die im 17. und 18. Jahrhundert angefertigten Landkarten in größerem Maßstab führen eine Siedlung Mennheim unter diesem Namen nicht mehr, sondern nur noch Kaubenheim. So werden beide Orte wohl zu Ende des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts zusammengewachsen sein.
Im Ort selbst wird der südliche Teil Kaubenheims noch heute als "Mennheim" bezeichnet. In diesem Ortsteil stehen auf einer wahrscheinlich von Menschenhand angelegten Erhöhung Reste der so genannten Burg. Sie soll im Jahre 1381 zerstört worden sein. Sie wurde einst von Ritter Graf von Mennheim bewohnt, nach dem der Ortsteil benannt wurde.
Kaubenheim hat zwei Kirchen. Die unweit der Burg stehende Kapelle St. Laurentius ist bereits im 11. Jahrhundert entstanden. Sie wurde nach mündlicher Überlieferung von erwähntem Ritter Graf von Mennheim als Dank, daß er aus der Schlacht bei Lechfeld (955) gesund heimkehrte, errichtet. Erst in jüngster Zeit konnte diese Kapelle, die zu verfallen drohte, in ein Gemeindezentrum umgebaut und somit erhalten werden.
Die auf einer Anhöhe unweit des Dorfes stehende Bergkirche St. Michael grüßt mit ihrem Zwiebelturm weit in das Aischtal hinein.
Der Volksmund erzählt, das Bauholz im Wiesengrund sei über Nacht dreimal von unbekannter Hand auf den Berg geschafft worden. So sei man zu dem Bau auf dem Berg gekommen. Wahrscheinlicher ist, dass man die Toten wegen der sumpfigen Tallage auf dem Hügel bestattete und die Kirche zum Friedhof baute.
Von der alten Michaelskirche ist nur noch der im unteren Teil des massiven Kirchturms befindlic