Geschichte des Marktes Ipsheim

Der Marktflecken ist um 600 als "Heim des Ippeto" von den aus dem Westen eindringenden Franken gegründet worden. Ipsheim wird allerdings erst 1189 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der fruchtbare Boden, gutes Weideland, der Wald im Hintergrund und schließlich die Kreuzung zweier wichtiger Wege (eine Verbindung Frankenhöhe quer durch das Aischtal zum Steigerwald und Main und die im Talgrund verlaufende Straße, die das obere mit dem unteren Aischtal verband) förderten die rasche Entwicklung zum Haufendorf.
So nahm Ipsheim schon frühzeitig im Verhältnis zu den umliegenden Siedlungen eine herausgehobene Stellung ein. Dazu trug wesentlich die Reichsburg Hoheneck oberhalb des Dorfes bei, die seit 1132 urkundlich belegt ist. Im 13. Jahrhundert hatten die zollerischen Burggrafen von Nürnberg die Gegend unter ihre Herrschaft genommen. Sie und ihre Vasallen auf der Burg Hoheneck, die Seckendorffs, wurden dann auch die wichtigsten Grundherren in Ipsheim. Bei der Teilung des Burggraftums 1437 fiel Ipsheim dem Fürstentum Kulmbach/Bayreuth zu. 1810 wurde Ipsheim mit dem Fürstentum Bayreuth in das Königreich Bayern eingegliedert.
Dorf und Burg wurden mehrmals zerstört, so im Städtekrieg 1381 und in den beiden Markgrafenkriegen 1449 und 1553. Im Bauernkrieg 1525 lässt der Markgraf im Dorf 10 aufständische Bauern hinrichten. Schwer muss das Dorf im 30-jährigen Krieg leiden. Im Zweiten Weltkrieg ist die Hälfte der Ipsheimer Soldaten gefallen, das Dorf blieb jedoch unzerstört. Am 14. April 1945 wurde es von den Amerikanern besetzt.
Zwischen 1571 und 1581 lässt der Markgraf im Dorf einen "Kasten" errichten. Fortan liefern die dem Markgrafen zinspflichtigen Bauern des Kastenamtsbereiches ihre Abgaben in Ipsheim ab. Das Kastenamt in Ipsheim wird 1797 unter preußischer Herrschaft (von 1792 bis 1810) zum Kammeramt, in der bayerischen Zeit Rentamt, bis es nach 1862 nach Windsheim verlegt wird. Der mächtige Kastenbau erinnert noch heute an Ipsheims bedeutendste Zeit und ist zu einem Wahrzeichen des Dorfes geworden.
Um 1780 hat Markgraf Carl Alexander für das Kastenamtspersonal ein repräsentativeres Amtsgebäude errichten lassen. Im Zuge der Gebietsreform 1971/1980 richten die Ipsheimer für die neu gebildete Einheitsgemeinde dort ihr Rathaus ein. Seit 01.05.1978 besteht der Markt Ipsheim mit rund 2.000 Einwohnern und einer Gesamtfläche von 42 qkm.
Eine besondere Ipsheimer Pionierleistung war die Gründung einer Überlandzentrale 1907. Sie versorgte schließlich 128 Ortsnetze mit Strom. Wie zu Zeiten des Kastenamts war Ipsheim wieder Mittelpunkt eines beträchtlichen ländlichen Bereiches. Am 01.01.1967 wurde die Überlandzentrale von der Fränkischen Überlandwerk AG übernommen.
Der Gründung des Zisterzienserklosters Heilsbronn im Jahre 1132 durch Bischof Otto von Bamberg verdankt Ipsheim zwei wichtige Vorgänge seiner Heimatgeschichte:
Zum ersten Mal wird Hoheneck urkundlich erwähnt. Einer der zehn Zeugen des bedeutsamen Gründungsaktes ist "Dietmar de Hohenekke". Er muss ein bedeutender Mann in der Region gewesen sein, da er zu dem wichtigen Gründungsakt hinzugezogen wurde.
Im Jahr 1189 taucht in einer Urkunde des Klosters zum ersten Mal die Ortsbezeichnung "Ipsheim" auf: Ein Streit zwischen dem jungen Kloster und dem Pfarrer von (Markt) Erlebach um den Zehnten einiger Dörfer wird mit Zustimmung des Bischofs Godefried von Würzburg gütlich geregelt. Unter den Zeugen ist ein "Cunradus de ippetesheim" aufgeführt. Der schreibende Mönch hat das lateinische de (= von) irrtümlich mit dem Ortsnamen ippetesheim zusammengezogen.
Unterhalb des Urkundentextes ist von anderer Hand, auch in lateinischer Sprache, hinzugefügt: "Geschehen im Jahre der Fleischwerdung des Herrn 1189 während der Regierung des ruhmreichsten Kaisers Friedrich". Gemeint ist hier Kaiser Friedrich I. Barbarossa.
Die Urkunde ist auf Pergament geschrieben und mit einem durchgedrückten restaurierten Siegel versehen. Damit hat Ipsheim seine Geburtsurkunde, wenn auch sehr verspätet und nicht ganz korrekt geschrieben.
Der erste urkundlich erwähnte Ipsheimer trägt also den urfränkischen Namen Konrad. Es ist nichts Näheres über ihn bekannt. Er war kein Kleriker, denn in der Urkunde wird er unter den "Laien" aufgeführt. Er muss aber ein angesehener und bekannter Mann gewesen sein, sonst hätte man ihn nicht zu einem Schiedsspruch, bei dem es um beträchtliche Einkünfte ging, als Zeuge hinzugezogen.

  • bis 10000 v. Chr.: Erste Spuren menschlicher Existenz bei Ipsheim, Eichelberg und Dottenheim gegen Ende der Altsteinzeit.
  • 10000 - 3000 v. Chr.: Zunehmender Aufenthalt von Sammler- und Jägersippen in der Ipsheimer Gegend, besonders in den Hohenecker Bergen.
  • 3000 - 1800 v. Chr.: Ausgedehnte Siedlungsstelle der jüngeren Bandkeramik zwischen Ipsheim und Hoheneck.
  • 450 v. Chr. - 0: Im Aischtal leben Kelten. Sie haben vermutlich der Aisch ihren Namen gegeben.
  • 0 - 550: Durchzug verschiedener Germanenvölker ("Völkerwanderung") aus Osten und Nordosten.
  • um 600 - 700: Franken aus dem Westen setzen sich im oberen und mittleren Aischtal fest. Unter den entstehenden -heim-Orten, die nach dem jeweiligen fränkischen Anführer benannt werden, befindet sich auch Ipsheim als "Heim des Ippeto". Um den Königshof Windsheim an der Ranach bildet sich der Ur-Rangau.
  • 700 - 900: Unter den Karolingern kommen neue fränkische Siedler. Die Urgaue dehnen sich aus und wachsen zur Provinz "Ostfranken" zusammen.
  • 741/742: Bonifatius gründet das Bistum Würzburg. Ipsheims Taufkapelle, Johannes dem Täufer geweiht, wird vermutlich im Zuge des Ausbaus des Bistums zur "Urkirche" (= Mutterkirche).
  • um 1000: Ipsheim hat sich zum Haufendorf entwickelt. Am nordwestlichen Dorfrand entsteht eine Wehr- und Wohnturmanlage. Der Ausbau Ipsheims erreicht damit einen gewissen Abschluss. Metteldorf und Oberndorf entstehen, der Ipsheimer Pfarrsprengel bildet sich.
  • 1132: Dietmar de Hohenekke wirkt als Zeuge bei der Gründung des Zisterzienserklosters Heilsbronn mit. Erste Erwähnung der Burg Hoheneck.
  • 1189: Cunradus de ippetesheim zeugt bei einem Schiedsspruch des Bischofs Godefried von Würzburg über einen Gütervergleich zwischen dem Kloster Heilsbronn und dem Pfarrer von Erlebach (Markt Erlbach). Ersterwähnung Ipsheims mit Jahreszahl. In einem, einige Jahre älteren, Urbarfragment des Klosters Heilsbronn wird ein "C. de Ipetestein" erwähnt, der dem Kloster eine Manse (= Hof) in Metteldorf aufträgt. Hier fehlt jedoch die Jahreszahl.
  • 1200: 5. Juli: Conradus de "ibitsheim" übergibt zusammen mit 10 Bauern aus Urfersheim und Westheim sich und sein freies Eigen an König und Reich. König Philipp nimmt sie in den Schutz des Reiches. Die 11 Bauern verpflichten sich, dem König jährlich 16½ Malter Korn nach Nürnberg zu liefern.
  • 1200 - 1300: Die zollerischen Burggrafen von Nürnberg setzen sich im Aischgrund fest. Unter den Besitztümern des Burggrafen Konrads des Frommen (gest. 1314) wird "Ypsheim" genannt. Die Burggrafen und späteren Markgrafen blieben für mehr als 500 Jahre Ipsheims Landesherren.
  • 1265: Arnold von Seckendorff ist burggräflicher Truchseß auf Hoheneck. Ab 1284 nennt er sich "Arnold von Hoheneck". 1291 folgt ihm sein Sohn Walther als burggräflicher Truchseß. Die Seckendorffs werden neben den Zollern die bedeutendsten Grundherren in Ipsheim.
  • 1293: 25. November: Der Ipsheimer Pfarrer Conradus bezeugt den Verzicht der Burggrafen Friedrich und Konrad auf die Vogtei des Klosters Münchsteinach.
  • 1305: Die Gebrüder Teuerlein werden als milites (= Ritter) de hohenekke genannt. Sie stehen im Dienste der Seckendorffs. Ihr Eigenbesitz in Ipsheim geht gegen Ende des Jahrhunderts an die Eltershofener.
  • 1317 - 1322: Friedrich von Truhendingen übergibt seinen Zehnt in Ipsheim an Burggraf Friedrich IV.
  • 1347 - 1351: Pest in ganz Franken.
  • 1361: 30. September: Der Hohenecker Forst wird geteilt. Aufgrund eines Schiedsspruches des Bischofs Berthold von Eichstätt und des Grafen Heinrich von Truhendingen erhalten Burggraf Friedrich IV. (mit seinen Erben und seinen Leuten in Ipsheim) drei Viertel, die Partei der Seckendorffs ein Viertel des Waldes zugesprochen.
  • 1381: Burg Hoheneck und vermutlich auch der Wehrturm der Turmhügelanlage in Ipsheim werden im Verlauf des "Städtekrieges" von den Windsheimern zerstört.
  • 1382: Heinrich Birkenfelser trägt seine Güter zu Ipsheim dem Burggrafen zu Lehen auf.
  • 1387: 12. März: Das Königliche Hofgericht bestätigt dem Burggrafen Friedrich V. den Erwerb von Gütern des Fritz von der Aue (Mailheimer Seckendorff-Zweig) in Ipsheim und Oberndorf sowie den Rückerwerb der Burg Hoheneck, die der Burggraf 1375 an Ernst von Seckendorff gen. Hörauf verpfändet hatte. Der Burggraf lässt Hoheneck wieder aufbauen.
  • 1397: Die von Burggraf Friedrich V. 1385 geplante Teilung des Burggraftums in ein "Land hinter dem Gebürg" (Oberland) und "Land vor dem Gebürg" (Niederland) wird vollzogen. Hoheneck und damit Ipsheim werden Teil des "Niederlandes zu Franken".
  • 1410: Zobel von Seckendorff vermacht den Ipsheimer Untertanen der drei Grundherren Seckendorff-Unternzenn, Birkenfels und Eltershofen einen ca. 1.000 Morgen großen Wald, den "Ipsheimer Stiftungswald".
  • 1437: Nach dem Hausvertrag Friedrichs I. werden Ipsheim und Hoheneck dem Fürstentum Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth zugeteilt.
  • 1449/1450: Erster Markgräflerkrieg. Ipsheim wird von den reichsstädtischen Truppen niedergebrannt.
  • 1461: In den Auseinandersetzungen zwischen Markgraf Albrecht Achilles und dem Bischof von Würzburg greifen bischöfliche Truppen die jüngst wieder aufgebaute Burg Hoheneck an und beschädigen sie schwer.
  • 1469: 13. Februar: Elia Levita wird in Ipsheim geboren.
  • 1473: Markgraf Albrecht Achilles stattet die Ipsheimer Pfarrei mit Gütern und Zehntrechten aus und stellt den Pfarrherren unter seinen Schutz und Schirm.
  • ca. 1480/1490: Neubau der Ipsheimer Kirche mit Wehranlage.
  • 1525: Bauernkrieg. Am Samstag vor Exaudi vernichten die von Hoheneck aus eingesetzten Reiter des Markgrafen Kasimir bei Ipsheim einen aufständischen Bauernhaufen. Zehn überlebende Bauern werden nach Ipsheim gebracht und dort enthauptet. Die Ipsheimer müssen eine Brandschatzung von 300 Gulden aufbringen.
  • 1528: Einführung der Reformation in Ipsheim. Der erste evangelische Pfarrer, Johann Beer, tritt sein Amt jedoch erst 1530 an.
  • 1534: Markgraf Georg belehnt seinen Registrator, Sebastian Bürkel, mit der Frühmess-Pfründe der St. Gilgen-Kapelle bei der Eichenmühle. Nach Abzug des Kaplans 1566 verfällt die Kapelle.
  • 1564: 18. Juni: Ipsheim erhält eine neue Gemeindeordnung. Der markgräfliche Vogt und Kastner hat den Vollzug zu überwachen.
  • ca. 1571/1580: Errichtung des "Kastens" (Zehntscheune) in Ipsheim.
  • 1571: Das Zins- und Gültbuch des Ipsheimer Kastners Georg Gallenmeier zählt 23 Orte auf, in denen sich nach Hoheneck zinsende Höfe befinden.
  • 1591: Ipsheim weist 88 "Mannschaften" auf (erster konkreter Hinweis auf die Einwohnerstärke).
  • 1601: Pest in Ipsheim.
  • 1607: 17. Oktober: Einweihung des neuen Friedhofs am südlichen Dorfrand.
  • 1614: Errichtung der Friedhofskapelle "Zum Heiligen Kreuz". Vermutlich stand früher an gleicher Stelle die Kapelle "St. Katharina" oder "St. Maria und Katharina".
  • 1616: Der Brandenburgisch-Ansbachische Kanzleibedienstete Paul May erwirbt den Eltershofener Besitz in Ipsheim. Nach seinem Tod 1653 zieht der Markgraf das Lehen an sich. Das May'sche Schloss wird Sitz des markgräflichen Kastenamtes (vgl. 1697).
  • 1617: 8. März: Brandkatastrophe in Ipsheim. 48 Gebäude brennen nieder.
  • 1618 - 1648: 30-jähriger Krieg.
  • 1621: 14. - 17. Oktober: Die Mansfeldschen Truppen hausen in Ipsheim und Umgebung.
  • 1619 - 1631: 14 Durchzüge von Truppen beider Seiten im Gebiet des ehemaligen Landkreises Uffenheim.
  • 1627: Pest in Ipsheim.
  • 1632: 189 Tote in Ipsheim.
  • 1634: 277 Tote in Ipsheim. Soldaten verüben unerhörte Grausamkeiten. Im Dorf leben nur noch wenige Menschen. Das Kirchenbuch registriert 1635 nur noch 6 Taufen gegenüber 44 im Jahr 1618.
  • 1658: Älteste noch vorhandene Gemeinderechnung.
  • 1663: Amtshauptmann Diettrich von Streitberg verkündet eine neue Gemeindeordnung.
  • 1673 - 1677: Laufende Einquartierungen durch das kaiserliche Heer verursachen große Not.
  • 1687: 11. Oktober: Etwa 300 Hugenotten werden im May'schen Schloss einquartiert. Die Gemeinde verweigert die Daueraufnahme.
  • 1692: Grundsteinlegung zur Wiedererrichtung der Kirche.
  • 1697: 5. Oktober: Kastner Ludwig Arzberger berichtet, dass die Beamten des Kastenamtes von Hoheneck nach Ipsheim verlegt worden sind.
  • 1708: 29. Juli: Einweihung der wiedererrichteten Kirche in Gegenwart des Markgrafen Christian Ernst und Ihrer königlichen Hoheit Sophia Dorothea, Gemahlin des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, des späteren "Soldatenkönigs".
  • um 1720: Das Amt Hoheneck wird Oberamt. Es übt die staatliche Hoheit über die Kastenämter Ipsheim und Windsheim, das Vogteiamt Lenkersheim und die Schultheißenämter Burgbernheim und Marktbergel aus, ferner über einige Dörfer des Oberamtes Baiersdorf und des Klosteramtes Frauenaurach.
  • 1722: Erste Markteinnahmen in der Gemeinderechnung.
  • 1771/1772: Hungersnot. In Ipsheim sterben 99 Menschen an Hungertyphus.
  • 1772: Die Friedhofskapelle wird nach Norden erweitert und erhält ihre heutige Form. In der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts erhalten auch das Pfarrhaus und das Rathaus (das frühere May'sche Schloss) ihr heutiges Gesicht.
  • 1791: Ipsheim besteht aus 92 Anwesen und 11 weiteren Gebäuden.
  • 1792: Januar: König Friedrich Wilhelm von Preußen übernimmt nach der Abdankung des letzten Markgrafen, Carl Alexander, die beiden Markgraftümer. Ipsheim wird damit preußisch, das Kastenamt wird preußisches Kammeramt für den oberen Aischgrund.
  • 1806: 6. und 7. Oktober: Bei dem Versuch eines französischen Militärkommandos, in Ipsheim Pferde zu requirieren, kommt es zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf drei Ipsheimer erschossen werden. Die Pfarrei wird von der Superintendantur Neustadt a.d. Aisch in das Dekanat Windsheim umgegliedert.
  • 1807: Preußen muss das Fürstentum Bayreuth an Frankreich abtreten. Im Bayreuther Schloss leisten die Landstände, auch ein Vertreter Ipsheims, den Loyalitätseid vor dem französischen Militärintendanten.
  • 1810: 28. Februar: Napoleon tritt das Fürstentum Bayreuth gegen 15 Millionen Franc Ablösung an Bayern ab. Am 5. Juli werden die Ipsheimer durch Wappenanschlag und Proklamation unterrichtet, dass sie nunmehr Untertanen des Königs von Bayern sind. Ipsheim wird dem "Rezatkreis", Sitz Ansbach, zugeteilt.
  • 1811: 16. August: Die ehemaligen Kammerämter Neuhof und Ipsheim werden zum Rentamt Ipsheim ungewandelt. Das Rentamt Ipsheim hat die Finanzverwaltung für den Bereich des neu geschaffenen Landgerichts Windsheim wahrzunehmen. Die Jahrhunderte lange Bindung an Neustadt a.d. Aisch ist damit aufgehoben.
  • 1817: Ipsheim wird provisorische "Ruralgemeinde" mit den Orten Bühlberg, Eichelberg, Eichenmühle, Hoheneck, Holzhausen, Ipsheim, Mailheim, Mäusberg, Oberndorf und Weimersheim.
  • 1818: Ipsheim wird "Marktgemeinde". Sie besteht aus 195 Familien mit 744 Einwohnern. Eichelberg (mit Bühlberg und Hoheneck), Oberndorf, Mailheim (mit Weimersheim und Mäusberg) bilden eigene Gemeinden. Diese Gliederung bleibt bis 1978 bestehen. Laufende Einquartierungen bis 1815 laugen die Gemeinde aus. Die Regenjahre 1816 und 1817 verschärfen die allgemeine Not.
  • 1824: 1. Juni: Gründung der "Königlich privilegierten Schützengesellschaft 1824 Ipsheim".
  • um 1836: Gründung des Gesangvereins "Frohsinn".
  • 1840: Die ersten Ipsheimer wandern nach Nordamerika aus.
  • 1848: 4. Juni: Gesetz zur Aufhebung der Grundherrschaft. Die Abgaben an die früheren Grundherrschaften sind als "Bodenzins" innerhalb von 50 Jahren abzulösen.
  • 1856: 1. Oktober: Errichtung einer "Brief- und Fahrpostexpedition" in Ipsheim.
  • 1859: 01. März: Dr. Hans Thürach wird in Ipsheim geboren.
  • 1862: Das Rentamt wird nach Windsheim verlegt.
  • 1870/1871: Im deutsch-französischen Krieg verlieren drei Ipsheimer ihr Leben.
  • 1872: Gründung des "Veteranen- und Kampfgenossenvereins" (heute: Veteranen- und Soldatenkameradschaft Ipsheim).
  • 1875: 21. Mai: Gründung der "Freiwilligen Feuerwehr Ipsheim".
  • 1876: 6. August: Eröffnung der Eisenbahn Neustadt - Windsheim. Ipsheim erhält einen Bahnhof.
  • 1893: 2. November: Bezug des neuen Schulhauses.
  • 1896: Das alte Schulhaus (Haus-Nr. 103) am Kirchplatz wird abgerissen; an seiner Stelle wird das Kriegerdenkmal errichtet.
  • 1900: Ipsheim hat 684 Einwohner, die niedrigste Zahl seit mehr als 100 Jahren (Landflucht).
  • 1907: Gründung der Überlandzentrale Ipsheim.
  • 1910: Gründung des "TV 1910 Ipsheim".
  • 1914 - 1918: Erster Weltkrieg. Die Pfarrgemeinde Ipsheim verzeichnet 76 Gefallene.
  • 1922: Gründung einer Ortsgruppe der "Deutschen Werkgemeinschaft". Im Herbst 1922 schließt sich die Mehrheit der Ortsgruppe der NSDAP an. Entwicklung der SA.
  • 1925: 27. - 29. Juni: "Fränkisches Heimatfest" in Ipsheim. Erste Aufführungen des Heimatfestspiels "Arnold von Hoheneck". Der Münchner Verleger J.F. Lehmann, Burgherr auf Hoheneck, wird Ehrenbürger von Ipsheim.
  • 1927: Der ehemalige Polizeipräsident von München, Döhner, wird auf Burg Hoheneck beigesetzt. An den Feierlichkeiten nehmen auch Adolf Hitler und sein Stellvertreter, Rudolf Heß, teil. 1938 werden die sterblichen Überreste Döhners wieder nach München überführt.
  • ab 1933: Nach der Machtergreifung durch die NSDAP zügige Gleichschaltung der Ipsheimer Vereine usw. in Organisationen der Partei.
  • 1934: Vorbereitungen der Flurbereinigung in Ipsheim beginnen.
  • 1934/1935: 487 Männer und Frauen der Pfarrgemeinde werden Mitglieder der "Bekennenden Kirche".
  • 1938: Eine Einheit des Reichsarbeitsdienstes wird in Ipsheim stationiert. Sie führt den Bau des Flutgrabens fort.
  • 1939 - 1945: Zweiter Weltkrieg. 104 Gefallene und Vermisste muss die Pfarrgemeinde registrieren.
  • 1945: 14. April: Amerikanische Einheiten besetzen Ipsheim kampflos.
  • 1945 - 1948: Ipsheim nimmt rund 380 Flüchtlinge und Vertriebene auf.
  • 1946: Erste Kommunalwahl.
  • ab 1948: Das Vereinsleben kommt wieder in Gang.
  • 1958: 8. März: Die Festhalle brennt nieder.
  • 1959: Anschluss an die Fernwasserversorgung.
  • 1963: Kirchenrenovation. Pfarrer Heinrich Rübel wird Ehrenbürger der Marktgemeinde.
  • 1964 - 1967: Bau der Kanalisation und Kläranlage.
  • 1964: 21. November: Einweihung des erweiterten Friedhofs.
  • 1978: Ab 1. Mai besteht die Einheitsgemeinde Markt Ipsheim mit 1.833 Einwohnern und 42 qkm Fläche. Ortsteile: Ipsheim, Kaubenheim, Oberndorf, Mailheim, Weimersheim, Mäusberg, Eichelberg, Holzhausen, Bühlberg und Hoheneck. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Bildung der Verwaltungsgemeinschaft Ipsheim in Kraft. Sie umfasst die Einheitsgemeinden Dietersheim, Ipsheim und Unternesselbach.
  • 1979: 1. Weinfest in Ipsheim.
  • 1980: 1. Januar: Die Verwaltungsgemeinschaft Ipsheim mit Dietersheim und Unternesselbach wird wieder aufgelöst.
  • 1980: 1. März: Ein "gewisser" Rainer Ziegler wechselt vom Markt Obernzenn als geschäftsleitender Beamter zum Markt Ipsheim.
  • 1980: Abhaltung des 1. Weinfestes in Weimersheim.
  • 1982: 3. Mai: Einführung von amtlichen Straßenbezeichnungen und neuen Hausnummern.
  • 1983: Beginn der Weinbergsflurbereinigung. Sie umfasst ein Gebiet von rund 44 ha Land.
  • 1984: 5. Juli: Wiederbepflanzung der neuen Weinberge mit 120.000 Pfropfreben abgeschlossen.
  • 1989: Feiern zum 800-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Ipsheims.
  • bis 1990: Bildung zweier Siedlungen südlich und südöstlich des alten Dorfes.
  • seit 1990: Verbesserung und Erweiterung der Kläranlage Ipsheim mit Anschluss des Ortsteiles Kaubenheim. Errichtung eigener Klärbecken für die Ortsteile Eichelberg und Weimersheim.
  • 1991: 27. April: Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung mit der Gemeinde Erla-Crandorf aus dem Erzgebirge.
  • 1993: 30. April: Einweihung der neuen Festhalle nach nur neun-monatiger Bauzeit.
  • 1994/1995: Fertigstellung der Fuß- und Radwegverbindungen zwischen Ipsheim und Oberndorf, sowie zwischen Oberndorf und Lenkersheim.
  • 1995: 1. November: Einweihung des im umgebauten ehemaligen Bahnhofsgebäude eingerichteten Kindergartens "Regenbogen".
  • ab 1996: Bebauung des 1. Bauabschnittes des Baugebietes "Im Kleinen Feld" (ca. 200 Bauplätze für ca. 700 Neubürger) östlich von Ipsheim.
  • 1996: 1. September: Eröffnung des Wein-Wander-Weges Burg Hoheneck.
  • 1997: 04. März: Der Markt Ipsheim wird im Internet dargestellt.
  • 1997: 09. April: Martina I., die Weinprinzessin des Vorjahres aus Weimersheim wird in Karlstadt zur Fränkischen Weinkönigin gewählt.
  • 1997: 23. Mai: Christoph Rückert übergibt das von ihm in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit unter großem persönlichen Einsatz gesichtete, geordnete und katalogisierte Gemeindearchiv an Bürgermeister Hans Herold.
  • 1997: 07. Juli: Der Marktgemeinderat beschließt, die Hausnummerierung im Ortsteil Oberndorf neu organisieren, da diese im Lauf der Zeit unübersichtlich geworden ist.
  • 1997: 28. Juli: Beschlussfassung über den 1. Bauabschnitt der Renovierung des Rathaus-Gebäudes, der noch im Herbst des Jahres beginnt.
  • 1997: 13. Oktober: Beginn der Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung mit der Auftragserteilung für eine Grobanalyse des Ortskerns von Ipsheim.
  • 1997: 13. Oktober: Aufgrund der bestehenden Hochwasserproblematik beschließt der Marktgemeinderat die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens für Ipsheim.
  • 1998: Nach jahrzehntelanger Abwesenheit nistet wieder ein Storchenpaar im Storchennest auf dem "Kastenbau".
  • 1998: 12.Oktober: Mit der Vergabe der Reinigungs- und Aufmassarbeiten beginnt die Renovierung des "Kastenbaus".
  • 1999: 08. Februar: Vorstellung des neu geschaffenen Orts-Prospektes.
  • 1999: 29. August: Einweihung des von einem Privatmann errichteten Weimersheimer Glockenturmes.
  • 1999: 01. Oktober: Nach erfolgter Sanierung wird das ehemalige "Wachhäuschen" als Touristen-Informationsstelle geöffnet.
  • 1999: 11. Oktober: Beginn der Bauarbeiten zur Um- und Neugestaltung des Markgrafenplatzes im Rahmen der Städtebauförderung.
  • 2000: 03. Oktober: Einweihung des neu gestalteten Markgrafenplatzes und der dort aufgestellten Bacchus-Statue.
  • 2001: Nach dem Einbau von öffentlichen Toiletten, der Renovierung des Sitzungssaales zum Bürgersaal und der Einrichtung eines Trauzimmers im Erdgeschoss wird im Sommer/Herbst der Rathausgarten neu gestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
  • 2002: Pfingsten: Eröffnung des Bewirtungshauses „Weinnest“ am Wein-Wander-Weg.
  • 2003: Der Umgriff des "Kastenbaus" wurde seit Herbst 2002 neu gestaltet und mit einem Brunnen ausgestattet. Die Einweihung des Platzes fand im Rahmen eines Bürgerfestes am 17.08.2003 statt.
  • 2004: Im ersten Halbjahr wurde in der Radwegverbindung zwischen Bad Windsheim und Neustadt a.d. Aisch die letzte Lücke zwischen Ipsheim und Dottenheim geschlossen. Die Kosten übernimmt hierbei die Direktion für Ländliche Entwicklung und das Straßenbauamt. Die offizielle Einweihung fand am 12.09.2004 statt.
  • 2005: Einführung einer einheitlichen Hinweisbeschilderung auf Gewerbebetriebe und Dienstleister in Ipsheim.
  • 2005: Wegen großer Nachfrage wurde in Kaubenheim das Baugebiet „Wolfsgrube“ geschaffen.
  • 2005: Durchführung des 1. Fränkischen Nordic-Walking-Tages in den Weinbergen.
  • 2005: Umgestaltung des westlichen Marktplatzbereiches in Ipsheim.
  • 2006: 04. September: Beginn des Ausbaus der B 470 im Ortsbereich Ipsheim.
  • 2006: September: Errichtung eines Fuß- und Radweges entlang der Waldstraße zu den Weinbergen.
  • 2007: Bebauungsplan „Im Garten“ wird erlassen.
  • 2007: Renovierung der historischen Feuerwehrscheune im Rathausgarten.
  • 2008: Beginn der Dorferneuerung im Ortsteil Kaubenheim.
  • 2008: 05. Juni: Das neue Mitteilungsblatt der Gemeinde „Ipsheim aktuell“ erscheint zum ersten Mal.
  • 2008: Beginn der Arbeiten zur Umgestaltung des Bahnhofsareals mit Parkplätzen. Die Einweihung fand an Fronleichnam 2009 statt.
  • 2009: 30. Juni: Schließung und Rekultivierung der Bauschuttdeponie Ipsheim. Die Bauschuttdeponie in Kaubenheim wird ausgebaut.
  • 2009: 28. Juli: Christoph Rückert verstirbt im Alter von 87 Jahren in seinem Wohnort Schwabach.
 

Gemeinde Markt Ipsheim · Marktplatz 2 · 91472 Ipsheim · Tel. 09846 - 97970 · Fax 09846 - 979717
info@ipsheim.de

© nea-net