Bürgerbeteiligung der Kommunalen Allianz

Die Kommunale Allianz NeuStadt und Land erstellt ein Kernwegenetzkonzept – machen Sie mit!

Unter Kernwegen versteht man Wege in der Flur, die sowohl von der Landwirtschaft als auch von Erholungssuchenden (Wanderern und Radfahrern), also multifunktional, genutzt werden oder zwei Gemeinden miteinander verbinden. Viele dieser Wege sind auf Grund ihres Alters schlichtweg verbraucht. Zudem hat sich die Landwirtschaft gewandelt: Zu bestellende Pachtflächen der Landwirte liegen immer weiter entfernt und landwirtschaftliche Maschinen werden immer größer, schwerer und schneller. Durch die Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken besteht nun die Chance, dass ein Teil dieser Wege im Allianzgebiet systematisch saniert wird. Neben einer Sanierung sind auf Grund des landwirtschaftlichen Schwerlastverkehrs vor allem größere Wegbreiten und eine höhere Tragfähigkeit erforderlich. Der Ausbau der Kernwege ist deshalb mit einer asphaltierten Fahrbahn von 3,5 m Breite, mit einem auf beiden Seiten befestigten und tragfähigen Seitenstreifen und bis 11,5 t Achslast vorgesehen. Ein einseitig angelegter Graben sorgt dafür, dass das Regenwasser nicht zu schnell abfließt, sondern in der Flur versickern kann.

Vorgehen

Doch bis es soweit ist und die Kernwege nach und nach saniert werden können, gibt es noch einiges zu tun! Zunächst müssen die Kernwege identifiziert werden. Und dafür brauchen wir Ihre Hilfe! Sie kennen Sich in der Flur aus? Egal ob Landwirt, Stadt- und Gemeinderat, Waldbesitzer oder naturbegeisterter Radler und Wanderer. Helfen Sie uns, die Kernwege in der Kommunalen Allianz zu finden. Wie? Ganz einfach: Mit Hilfe dieser Online Plattform können Sie die Kernwege einzeichnen (hier klicken).


Bitte beachten Sie hierbei folgende Merkmale eines Kernweges:

• übergeordnete, ggf. übergemeindliche, ggf. multifunktionale (Erschließungs-)Funktion
• verbindet bestehende Hauptachsen
• Maschenweite des gesamten Wegenetzes 1,0 bis 2,0 km (zwischen Bundes-, Staats-, Kreisstraßen und dem ländlichen Kernwegenetz)
• keine reine Erschließung von Waldflächen
• möglichst keine Kernwege direkt in Ortschaften führen
• Schutzgebiete berücksichtigen
• nicht jeder defekte Weg ist auch ein Kernweg!

Wie Sie die Kernwege in die von Studenten des Studiengangs „Vermessung und Geoinformatik“ der Hochschule Würzburg-Schweinfurt programmierten Online-Plattform einzeichnen, können Sie in diesem Leitfaden für die Benutzung der Plattform nachlesen.

Ihre eingezeichneten Kernwege fließen direkt in den Abstimmungsprozess der Arbeitskreise in den Gemeinden mit ein. Anschließend verständigen sich die Gemeinden der Kommunalen Allianz und die Planer der BBV LandSiedlungs GmbH, die mit der Erstellung des Konzeptes beauftragt wurde, dann auf ein interkommunal abgestimmtes, gemeindeübergreifendes Kernwegenetzkonzept. Das bildet dann die Grundlage für die spätere Beantragung und Förderung der Ausbauvorhaben der Kernwege und dient den Gemeinden als Rahmenplan für nachfolgende Investitionen in das Wegenetz. Ob und wann ein Kernweg ausgebaut wird, entscheidet allein die betreffende Kommune. Je nach Dringlichkeit und Haushaltslage werden bis zur Ertüchtigung einzelner Wegabschnitte mehrere Jahre vergehen. Frühestens beginnen kann der Ausbau der Wege ab 2022. Wege der Priorität 1 werden mit rund 75 Prozent vom ALE bezuschusst.
Sie haben Fragen oder möchten weiterhin über das Kernwegekonzept informiert werden? Dann melden Sie sich bei gerne bei der Kommunalen Allianzmanagerin Jana Betz (per E-Mail an Jana.Betz@NeuStadtundLand.de oder telefonisch unter 09161-666-73).

 

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